Als Kind kam ich manchmal ins Wohnzimmer und fand meinen Vater dort im Kopfstand vor. Er konnte locker eine halbe Stunde so bleiben. DAS kann ich bis heute nicht, aber das waren meine ersten Berührungspunkte mit Yoga. Mit 15 besuchte ich den ersten Yoga-Kurs und während meines Psychologie- Studiums habe ich eine zweijährige Yogalehrer- Ausbildung gemacht. Inzwischen verfüge ich über einige Jahre Erfahrung in Gruppen- und Einzelunterricht. Und nein, ich bin nicht wahnsinnig gelenkig. Über die Jahre habe ich mal ich mal mehr und mal weniger praktiziert – dennoch ist die Faszination für den positiven Effekt geblieben, den Yoga hat. Und das ist es, was ich gerne Anderen näher bringen möchte.
Yoga ist der Überbegriff für eine Vielzahl von körperlichen und geistigen Übungen. Wörtlich übersetzt bedeutet das Sanskrit-Wort „Yoga“ u.a. „Verbindung, Vereinigung, Methode oder Technik“. Manche Menschen fühlen sich von den indischen Geistesrichtungen angezogen und finden so den Zugang zu Yoga, Andere interessieren sich mehr für die körperliche Seite des Yoga. Ob man sich mit der indischen Philosophie beschäftigt oder einen Yoga Kurs besucht, in jedem Fall kommt man – bewusst oder unbewusst – mit den oft sehr unterschiedlichen Vorstellungen, sehr unterschiedlichen Weltbildern in Berührung, die unter dem Begriff „Yoga” vertreten werden. Die Meinungen, was Yoga ist und wie man Yoga üben sollte, gehen dabei weit auseinander. Die Vorstellungen über das Zusammenwirken von Körper, „Geist” und „Seele“, die wir als diejenigen des Yoga wahrnehmen, wurden etwa von der Mitte des 19.Jhrdts an im Zusammenwirken von westlichem „spirituellem” Gedankengut unter dem Einfluss christlicher Ideen und indischer Philosophie in Indien v.a. im Rahmen der von Bengalen ausgehenden indischen Reformbewegung „Brahmo Samaj” entwickelt. Die Übungspraxis entstand in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts in der Auseinandersetzung zwischen westlichen Gymnastik-Stilen, Bodybuilding und indischen Körperübungen (siehe „Roots of Yoga“, Mark Singleton). Viele Haltungen und Übungsfolgen wie der Sonnengruß wurden erst in dieser Zeit Bestandteil des Yoga. Auch wenn das den Wert des Yoga für uns nicht schmälert (im Gegenteil, sind doch Ideen und Übungspraktiken aus der ganzen Welt in diese Systeme eingeflossen und haben sich auch weltweit bewährt und werden auch heute im weltweiten Austausch weiterentwickelt), finde ich es wichtig und notwendig, diese Einflüsse zu kennen und Yoga in seiner geschichtlichen und kulturellen Entstehung und Entwicklung zu sehen. Unsere Aufgabe ist es, die Übungspraktiken und Weltbilder nicht als etwas Unveränderliches, zeitloses und damit auch nicht in Frage zu stellendes anzunehmen, sondern aus unserer heutigen Sicht herauszufinden, welche „östlichen Weisheiten“ für uns wertvoll sind und wir in unser Leben integrieren wollen, und welche Ideen und Körpertechniken wir in ihrem Zusammenhang erkennen und auch lieber dort belassen möchten. Damit soll keineswegs gesagt sein, dass es sich nicht lohnen würde, sich mit der indischen Philosophie auseinanderzusetzen, und zu schauen welche von deren Ideen für uns hilfreich sein können…
Yoga kann uns viel bieten, aber man sollte nicht darauf verzichten, genau hinzuschauen!
Yoga bedeutet Integration von Körper und Geist. Genau wie sich das psychische Befinden auch körperlich bemerkbar macht (z.B. in der Körperhaltung und Körperwahrnehmung), kann umgekehrt eine verbesserte Körperwahrnehmung zu einer besseren psychischen Stabilität beitragen. Sicherlich kennen Sie das aus eigener Erfahrung– manchmal fühlt man sich geistig erschöpft, aber innerlich unruhig oder körperlich ausgelaugt, aber in Ihrem Kopf wollen die Gedanken nicht stillstehen… Yoga kann dabei helfen, zur Ruhe zu kommen, sich selbst besser zu spüren, eigene Grenzen kennenzulernen, zu akzeptieren und zu erweitern. Hatha-Yoga (die bekannteste Form, auch als „Yoga der Kraft“ bekannt) beinhaltet Körperhaltungen (Asanas), Atempraktiken (Pranayama) und Entspannung (Shavasana). Die Übungen werden langsam und fließend ausgeführt, die Aufmerksamkeit richtet sich dabei nach innen. Wichtig ist mir dabei, die Übungen achtsam auszuführen. Im Laufe meiner Tätigkeit als Yogalehrerin konnte ich bei vielen Teilnehmern einen positiven Effekt sowohl auf die körperliche als auch auf die psychische Gesundheit feststellen. Inzwischen belegen auch einige Studien die Wirksamkeit von Yoga bei verschiedenen psychischen Erkrankungen. In meinen Kursen lade ich Sie herzlich ein, selbst zu erfahren und erleben, wie Yoga wirken kann.
Viele von uns haben verlernt, auf Warnsignale des Körpers zu reagieren. Hatha Yoga bietet einen sanften Weg, die Körperwahrnehmung zu verbessern, Stress abzubauen und wieder zu sich zu finden. In meinen Yoga-Kursen möchte ich Ihnen Übungen und Techniken zeigen, die Sie bei der Stressbewältigung unterstützen und bei der Vorbeugung stressbedingter Erkrankungen helfen können.
Was bedeutet Präventionskurs?
Ein Präventionskurs orientiert sich an dem Präventionsleitfaden der Krankenkassen (§ 20 SGB V). Jeder Kurs hat einen Umfang von 10 Wochen á 75 Minuten, kostet 170€ und wird im Rahmen der Primärprävention durch die Krankenkassen bezuschusst. Am besten nehmen Sie vor Ihrer Anmeldung Kontakt mit Ihrer Krankenkasse auf, da die Bewilligung des Zuschusses je nach Krankenkasse variieren kann. Um den Zuschuss der Krankenkasse zu erhalten, ist eine regelmäßige Teilnahme am Kurs Voraussetzung (mind. 80 % des Kurses).
Wie funktioniert das?
Wenn Sie sich für einen meiner Kurse anmelden, bezahlen Sie die Kursgebühren zunächst im Voraus. Am Ende des Kurses erhalten Sie nach regelmäßiger Teilnahme von mir eine Teilnahmebescheinigung. Diese können Sie bei Ihrer Krankenkasse einreichen, die Kursgebühren werden dann anteilig erstattet (zwischen 75 % und 100 % für ein bis zwei Kurse im Jahr). Für genauere Informationen kontaktieren Sie bitte Ihre Krankenkasse.
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Vor der Yogastunde sollten Sie mindestens eine halbe Stunde nichts gegessen haben, natürlich auch nicht mit ganz leerem Magen kommen. Wir üben in der Regel barfuß, ein paar warme Socken für die End-Entspannung sind jedoch nicht verkehrt. Wenn Sie möchten, können Sie gerne Ihre eigene Matte mitbringen, es sind aber auch ausreichend Matten vorhanden.
Wenn Sie sich bei mir in Psychotherapietherapie befinden, ist eine Teilnahme am Kurs nur in Ausnahmefällen nach vorheriger Absprache möglich!
Start: Mittwoch, 07.01.2026 bis einschließlich 25.03.2026 (28.01.26 und 18.03.26 findet kein Kurs statt!) Beginn jeweils 19:45 Uhr 10 Wochen Kurs Für Anfänger und Wiedereinsteiger geeignet.
170 €
Start: Montag, 05.01.2026 bis einschließlich 23.03.2026 (26.01.26 und 16.02.26 findet kein Kurs statt!) Beginn jeweils 19:45 Uhr 10 Wochen Kurs Für Anfänger und Wiedereinsteiger geeignet.
170 €
Zusätzlich Präventionskurse bei Izabela (Donnerstags 20-21:30 Uhr), mehr Infos unter www.yoga-monheim.de.
Außerdem Entspannungskurs Autogenes Training bei Denise (Dienstags 18:30- 19:45 Uhr) , mehr Infos unter https://denise-zacher.de/
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